Suicide by knight oder Was macht Ockhams Rasiermesser? Frank Müller im Gespräch mit Ulrich Horstmann und Klaus Steintal (†). (2018)

  Das ist ein fulminantes Stück Literatur. Ich habe es wirklich gerne gelesen, trotz und wegen seiner funkensprühenden Düsternis. (Iris Radisch)   – Live-Mitschnitt Januar 2018 –   FRANK MÜLLER: Alle vierzig Sekunden findet ein Selbstmord statt, trotz Suizidprävention ist die Rate der freiwilligen Abgänge in den verschiedenen Ländern auffällig konstant. Was steckt dahinter? ULRICH […]

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Philip Larkin: Nachwelt. Die besten Gedichte. (2018)

Philip Larkin (1922-1985) verbrachte seine produktivsten Jahre in Nordengland, wo er hinter der Fassade des randständigen Einzelgängers (Hermit of Hull) gleich doppelt reüssierte: als umtriebiger Direktor der Universitätsbibliothek sowie als bedächtig arbeitender Literat, der nach seinem Fehlstart als Romancier mit ganzen drei in Zehnjahresabständen veröffentlichten Gedichtbänden zur nationalen Ikone aufrückte. Ulrich Horstmann (Hrsg.): Philip Larkin: […]

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Wolfgang Schröder: Vom Gähnen und Schlucken des Abgrunds: Ulrich Horstmann, Karl Valentin, Friedrich Hölderlin. (2018)

In einem realsatirischen Brief vom Mai 1929 betrachtet Karl Valentin seine „jetzige armselige Lage“, wobei er zugleich in allgemeineren Zusammenhängen denkt. Er betont, man könne „stundenlang über die Welt und deren Angehörige kritisieren“. Was sein eigenes Befinden angeht, liest man, wie Valentin mit bitterem Humor die Klippen der Reflexion – und der Rechtschreibung – nimmt: […]

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Schlußlichterloh. Aphorismen aus dem Rückstau und eine Ausweichempfehlung. (2018)

Ulrich Horstmann (1949-2022) nennt sich einen Gattungsstreuner. Aber wie es sich gehört, lassen sich seine Aphorismenbände (1984, 1994, 1998, 2006) an einer Hand abzählen. Und mit Schlußlichterloh sind wir beim kleinen Finger angekommen, um den er das wickelt, was sich andere mit geballten Fäusten vom Leib zu halten suchen.   Ulrich Horstmann: Schlußlichterloh: Aphorismen aus […]

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Frank Müller: Wer ist Klaus Steintal? (2018)

Ulrich Horstmanns Doppelgänger Klaus Steintal hat viele Gesichter. In seiner literarischen Biografie überschneiden sich eine Poetik des Suizids, apokalyptische Visionen und die lustbetonte Simulation des eigenen Verschwindens. Auch lebensbejahende Züge werden in Steintals Handeln sichtbar, wobei diese Impulse ausnahmslos in der Umsetzung scheitern. Der insbesondere in Horstmanns Theaterstücken und Hörspielen vorgeführte Aktionismus offenbart die Kehrseite […]

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Gedicht „Mersey“ (2018)

Mersey Für tausend Nadeln eine aufgelegt, und „Wild Thing“ dreht und wendet mich mühelos in seinen Fängen. Niemand entkommt den Troggs und seiner Sozialisation. Silvester hat den Kanal voll mit Popgrößen der Sechziger. Und auf der maroden Fähre schippern Gerry and the Pacemakers – Life goes on day after day 
Hearts torn in every way […]

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Das vierte Floß der Medusa. Shanties von Bord. (2017)

In seinem achten Lyrikband schickt Ulrich Horstmann seine Leser mitten unter die Schiffbrüchigen und in ein Elmsfeuerwerk des schwarzen Humors. Schwimmwesten sind aus; also müssen die Gedichte uns über Wasser halten …   Ulrich Horstmann: Das vierte Floß der Medusa. Shanties von Bord. Radius Verlag: Stuttgart 2017. Gebunden, 72 Seiten. Bestellen bei Amazon

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Burkhard Biella: Kritik des anthropofugalen Denkens. (1986/2017)

„In der Auseinandersetzung mit Ulrich Horstmanns Philosophie der Menschenflucht, die versucht, die Selbstaufhebung der menschlichen Gattung philosophiehistorisch zu begründen, wird – in gleichwohl rationalitätskritischer Absicht – eine Gegenzeichnung zum anthropofugalen Denken gegeben, die, angesichts auch der intersubjektiv-praktischen Legitimationsschwierigkeiten eines allgemeinen Absehenkönnens des Menschen von sich, für das Leben plädiert.“ Burkhard Biella: Kritik des anthropofugalen Denkens. […]

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Das Gesamtwerk, Band 1. (2017)

Der erste Band der Werkausgabe umfasst die Essays und Interviews. Wenn Essay Versuch bedeutet, gibt Ulrich Horstmann keine Ruhe, bis er bei der Versuchung angekommen ist. Er denkt unbotmäßig; den Menschen als Untier oder beschwingten Unglücksraben, Gift als Labsal, den Lebensmüden als Kämpfernatur und das Ungeschehenmachen als die größte Herausforderung unseres Tatendrangs. Auch wo sie […]

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Frank Müller: „Die schöne Spur der Verwüstung“. Bibliografie zu Ulrich Horstmann. (2017, aktualisiert im Januar 2018)

Schon ein flüchtiger Blick auf Ulrich Horstmanns Bibliografie versetzt in Erstaunen angesichts der überbordenden Vielfalt und schieren Quantität seiner Veröffentlichungen: 34 selbständige Publikationen hat dieser umtriebige Autor bis heute in die Welt gesetzt, Neuauflagen, Einzelausgaben der Theaterstücke und Online-Veröffentlichungen nicht mitgezählt. Dieser Bestand teilt sich in 20 literarische Monografien sowie 14 Bücher mit essayistisch-wissenschaftlichem ›Content‹. […]

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Wolfgang Schröder: Schlieren von Grün. Suspekte Natur bei Ulrich Horstmann, Georg Büchner und anderen. (2016)

„Man sollte sich entschlossen der Natur zuwenden.“ Ein solches Projekt mag von Estragon, der diesen Satz in Samuel Becketts Godot-Stück sagt, nicht erwartet werden, ebenso wenig von seinem Leidensgenossen Wladimir. Für die traurigen Helden der Aperçus und des ironischen Reflektierens ist das vorgeblich einfache, natürliche Dasein keine Option, der sie sich dauerhaft widmen könnten. Eben […]

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Alexander Eilers (Hg.): Entlassungspapiere. Festschrift zur Emeritierung von Prof. Dr. Ulrich Horstmann. (2015)

Inhalt Im Anfang war das Abschiedswort Ulrich Horstmann Über die Kleine Unsterblichkeit und wie man dahin kommt Ulrich Horstmann Ueber die Kleine Unsterblichkeit Vom Mythos zum Logos – und wieder zurück: Aufsätze, Vorträge, Essays Günter Kunert Wir Untiere – ein Geleitwort Guenter Kunert Wir Untiere Tobias Gabel Über Grenzen, an die Wachen unter ihren Wächtern […]

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Mainländer durch Schopenhauer oder Der Batz(en) als quasi-stellares Objekt. (2016)

Wir feiern einen Untoten und Widergänger. Denn Philipp Batz, der sich vor einhundertvierzig Jah­ren mit Hilfe eines Stricks vom Leben zum Tode beförderte, hört nicht auf, uns als Philipp Mainlän­der zu umgarnen und zu bestricken. Und das Häuflein der Schaulustigen, die sich im April 1876 vor dem Unglückshaus in Offenbach versammelten, überbietet er zu seinem […]

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Mut zur Schwermut. Interview in „Psychologie heute“. (2016)

Herr Horstmann, Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema Melancholie und schrieben 1987 einen Essay für den SPIEGEL zum Thema „Rückzugsgefecht für die Melancholie“. Darin ging es unter anderem darum, dass die Melancholie in unserer Gesellschaft keine Chance hat. Wie ist es heute? Hat sich da etwas verändert? Melancholie ist nie mehrheitsfähig gewesen […]

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