„Solange man sich im Sensenblatt spiegeln kann, hat er seinen Schnitt noch nicht gemacht.“ Ulrich Horstmann

Das Gesamtwerk, Band 3. (2019)

Ulrich Horstmann: Das Gesamtwerk, Band 3: Gedichte und Aphorismen. Gebunden, 487 Seiten Verlag Johannes G. Hoof, Berlin 2019. Bestellen bei Amazon   Der dritte Band der Werkausgabe erscheint zeitlich vor dem zweiten Band und versammelt Gedichte und Aphorismen. Als Fachmann für blitzschnelle Doppelbelichtungen und heimtückische Zeitzündereffekte widmete Horstmann beiden Gattungen, denen er über Jahrzehnte die […]

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Das Gesamtwerk, Band 1. (2017)

Der erste Band der Werkausgabe umfasst die Essays und Interviews. Wenn Essay Versuch bedeutet, gibt Ulrich Horstmann keine Ruhe, bis er bei der Versuchung angekommen ist. Er denkt unbotmäßig; den Menschen als Untier oder beschwingten Unglücksraben, Gift als Labsal, den Lebensmüden als Kämpfernatur und das Ungeschehenmachen als die größte Herausforderung unseres Tatendrangs. Auch wo sie […]

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„Mein letztes Wort gebe ich ungebührlicherweise schon jetzt zur Kolportage frei: ,Wo bleibt er denn, der Versarger?‘“ Ulrich Horstmann

Frank Müller: „Die schöne Spur der Verwüstung“. Bibliografie zu Ulrich Horstmann. (2019)

Schon ein flüchtiger Blick auf Ulrich Horstmanns Bibliografie versetzt in Erstaunen angesichts der überbordenden Vielfalt und schieren Quantität seiner Veröffentlichungen: 34 selbständige Publikationen hat dieser umtriebige Autor bis heute in die Welt gesetzt, Neuauflagen, Einzelausgaben der Theaterstücke und Online-Veröffentlichungen nicht mitgezählt. Dieser Bestand teilt sich in 20 literarische Monografien sowie 14 Bücher mit essayistisch-wissenschaftlichem ›Content‹. […]

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Suicide by knight oder Was macht Ockhams Rasiermesser? Frank Müller im Gespräch mit Ulrich Horstmann und Klaus Steintal (†). (2018)

  Das ist ein fulminantes Stück Literatur. Ich habe es wirklich gerne gelesen, trotz und wegen seiner funkensprühenden Düsternis. (Iris Radisch)   – Live-Mitschnitt Januar 2018 –   FRANK MÜLLER: Alle vierzig Sekunden findet ein Selbstmord statt, trotz Suizidprävention ist die Rate der freiwilligen Abgänge in den verschiedenen Ländern auffällig konstant. Was steckt dahinter? ULRICH […]

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Philip Larkin: Nachwelt. Die besten Gedichte. (2018)

Philip Larkin (1922-1985) verbrachte seine produktivsten Jahre in Nordengland, wo er hinter der Fassade des randständigen Einzelgängers (Hermit of Hull) gleich doppelt reüssierte: als umtriebiger Direktor der Universitätsbibliothek sowie als bedächtig arbeitender Literat, der nach seinem Fehlstart als Romancier mit ganzen drei in Zehnjahresabständen veröffentlichten Gedichtbänden zur nationalen Ikone aufrückte. Ulrich Horstmann (Hrsg.): Philip Larkin: […]

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Wolfgang Schröder: Vom Gähnen und Schlucken des Abgrunds: Ulrich Horstmann, Karl Valentin, Friedrich Hölderlin. (2018)

In einem realsatirischen Brief vom Mai 1929 betrachtet Karl Valentin seine „jetzige armselige Lage“, wobei er zugleich in allgemeineren Zusammenhängen denkt. Er betont, man könne „stundenlang über die Welt und deren Angehörige kritisieren“. Was sein eigenes Befinden angeht, liest man, wie Valentin mit bitterem Humor die Klippen der Reflexion – und der Rechtschreibung – nimmt: […]

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Schlußlichterloh. Aphorismen aus dem Rückstau und eine Ausweichempfehlung. (2018)

Ulrich Horstmann (1949-2022) nennt sich einen Gattungsstreuner. Aber wie es sich gehört, lassen sich seine Aphorismenbände (1984, 1994, 1998, 2006) an einer Hand abzählen. Und mit Schlußlichterloh sind wir beim kleinen Finger angekommen, um den er das wickelt, was sich andere mit geballten Fäusten vom Leib zu halten suchen.   Ulrich Horstmann: Schlußlichterloh: Aphorismen aus […]

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Frank Müller: Wer ist Klaus Steintal? (2018)

Ulrich Horstmanns Doppelgänger Klaus Steintal hat viele Gesichter. In seiner literarischen Biografie überschneiden sich eine Poetik des Suizids, apokalyptische Visionen und die lustbetonte Simulation des eigenen Verschwindens. Auch lebensbejahende Züge werden in Steintals Handeln sichtbar, wobei diese Impulse ausnahmslos in der Umsetzung scheitern. Der insbesondere in Horstmanns Theaterstücken und Hörspielen vorgeführte Aktionismus offenbart die Kehrseite […]

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Gedicht „Mersey“ (2018)

Mersey Für tausend Nadeln eine aufgelegt, und „Wild Thing“ dreht und wendet mich mühelos in seinen Fängen. Niemand entkommt den Troggs und seiner Sozialisation. Silvester hat den Kanal voll mit Popgrößen der Sechziger. Und auf der maroden Fähre schippern Gerry and the Pacemakers – Life goes on day after day 
Hearts torn in every way […]

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Das vierte Floß der Medusa. Shanties von Bord. (2017)

In seinem achten Lyrikband schickt Ulrich Horstmann seine Leser mitten unter die Schiffbrüchigen und in ein Elmsfeuerwerk des schwarzen Humors. Schwimmwesten sind aus; also müssen die Gedichte uns über Wasser halten …   Ulrich Horstmann: Das vierte Floß der Medusa. Shanties von Bord. Radius Verlag: Stuttgart 2017. Gebunden, 72 Seiten. Bestellen bei Amazon

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Burkhard Biella: Kritik des anthropofugalen Denkens. (1986/2017)

„In der Auseinandersetzung mit Ulrich Horstmanns Philosophie der Menschenflucht, die versucht, die Selbstaufhebung der menschlichen Gattung philosophiehistorisch zu begründen, wird – in gleichwohl rationalitätskritischer Absicht – eine Gegenzeichnung zum anthropofugalen Denken gegeben, die, angesichts auch der intersubjektiv-praktischen Legitimationsschwierigkeiten eines allgemeinen Absehenkönnens des Menschen von sich, für das Leben plädiert.“ Burkhard Biella: Kritik des anthropofugalen Denkens. […]

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Wolfgang Schröder: Schlieren von Grün. Suspekte Natur bei Ulrich Horstmann, Georg Büchner und anderen. (2016)

„Man sollte sich entschlossen der Natur zuwenden.“ Ein solches Projekt mag von Estragon, der diesen Satz in Samuel Becketts Godot-Stück sagt, nicht erwartet werden, ebenso wenig von seinem Leidensgenossen Wladimir. Für die traurigen Helden der Aperçus und des ironischen Reflektierens ist das vorgeblich einfache, natürliche Dasein keine Option, der sie sich dauerhaft widmen könnten. Eben […]

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Alexander Eilers (Hg.): Entlassungspapiere. Festschrift zur Emeritierung von Prof. Dr. Ulrich Horstmann. (2015)

Inhalt Im Anfang war das Abschiedswort Ulrich Horstmann Über die Kleine Unsterblichkeit und wie man dahin kommt Ulrich Horstmann Ueber die Kleine Unsterblichkeit Vom Mythos zum Logos – und wieder zurück: Aufsätze, Vorträge, Essays Günter Kunert Wir Untiere – ein Geleitwort Guenter Kunert Wir Untiere Tobias Gabel Über Grenzen, an die Wachen unter ihren Wächtern […]

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Mainländer durch Schopenhauer oder Der Batz(en) als quasi-stellares Objekt. (2016)

Wir feiern einen Untoten und Widergänger. Denn Philipp Batz, der sich vor einhundertvierzig Jah­ren mit Hilfe eines Stricks vom Leben zum Tode beförderte, hört nicht auf, uns als Philipp Mainlän­der zu umgarnen und zu bestricken. Und das Häuflein der Schaulustigen, die sich im April 1876 vor dem Unglückshaus in Offenbach versammelten, überbietet er zu seinem […]

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Mut zur Schwermut. Interview in „Psychologie heute“. (2016)

Herr Horstmann, Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Thema Melancholie und schrieben 1987 einen Essay für den SPIEGEL zum Thema „Rückzugsgefecht für die Melancholie“. Darin ging es unter anderem darum, dass die Melancholie in unserer Gesellschaft keine Chance hat. Wie ist es heute? Hat sich da etwas verändert? Melancholie ist nie mehrheitsfähig gewesen […]

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Gedicht „Luftikus“ (2016)

Luftikus Windenstart in die Wunscherfüllung. Einmal, ließ ich verlauten, auf geht’s in zwei Bocksprüngen mit den Mauerseglern am Himmel die Wiese weg ein Geburtstagsgutschein macht’s möglich weg die neben dem Startbus unter einer Plane versammelten Flugsportsfreunde jeder der am Ende seiner Tage duldungsstarr wie sie aufs Himmelfahrtskommando hofft sollte verkabelt vorher das hier ausprobieren das […]

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Ulrich Horstmanns Website für Egbert von der Mehr (2015)

Seit 1976 zeichnet Egbert von der Mehr seine „Enzyklopädien“. Magritte malte in der Küche. Von der Mehrs Arbeitstisch befindet sich im Schlafzimmer, und der Genius loci rumort in den hier entstehenden Werken, diesen brodelnden Bildkaskaden, in denen Erinnerungsfetzen vorbeifluten, Träume aufwallen, Phantasien emporsieden und die Strudel der Nachtmahre, des Monströsen und Verhexten lauern. Kein Rahmen, […]

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Mit Todesengelszungen: Freisprüche für Selbstmörder von Seneca bis Cioran nebst einem Plädoyer gegen die neue Zwangsjacke. (2015)

Das christliche Abendland hat den Selbstmord verteufelt, die Leichen der Selbstmörder geschändet und ihren Angehörigen übel mitgespielt. Die Heillosen freizusprechen, wie es die hier aufgenommenen Autoren von Seneca über Montaigne, Burton und Hume bis zu Jean Améry und Hermann Burger tun, war bis ins 20. Jahrhundert hinein nicht ohne Risiko. Aber inzwischen ist die Toleranz […]

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„Das Netz der Netze ist ausgeworfen, denn jedermann sollte interaktiv werden – aber wer im Internet surft, wird hypergelinkt.“ (Ulrich Horstmann)

Untier-Notat von Klaus Luttringer (2015)

„Alle zwei, drei Jahre das Rekapitulieren. Wieder einmal Klarheit schaffen im Kopf. Meistens findet das Ereignis im Sommer statt. Am See. Auf die Wiederbegegnung mit einer Sinfonie des Außergewöhnlichen warte ich immer so lange, bis der kaum fühlbare warme Streichelwind aus Südosten mein altes Holzboot langsam ins knisternde Schilf geschaukelt hat. Ungestört sein für ein […]

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„Imüz-Star“ – „Who’s Who“ entdeckt bislang unbekannten Horstmann-Roman. (2015)

Tatsächlich ist „Imüz-Star“ kein Roman, sondern der Name einer intergalaktischen Strafkolonie der westfälischen Stadt Münster im Roman „Das Glück von OmB’assa“. Als Quelle des untenstehenden Beitrags greift „Who’s Who“ auf einen früheren untier.de-Text zurück, der im Autoren-Eintrag zu Ulrich Horstmann in „NRW Literatur im Netz“ nachgelesen werden kann.  

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Das Glück von OmB’assa. Phantastischer Roman. (2015, 1985)

Ein Science-fiction-Roman vom Autor des „Untiers“ – eine bitterböse satirische Parabel mit Rundumschlägen auf gegenwärtige Wirklichkeit, der atomare Untergang als Vollendung der sogenannten Intelligenz auf dem Planeten Erde. Ulrich Horstmann. Das Glück von OmB’assa. Phantastischer Roman. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1985. Ergänzte Neuauflage unter dem Titel „Das Glück von OmB’assa nebst Das einzig Wahre […]

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„Wo bleibt er denn, der Versarger?“ Ulrich Horstmann im Gespräch mit Frank Müller. (2015)

Das Interview wurde aus Anlass der von Alexander Eilers herausgegebenen „Entlassungspapiere“ geführt und ist unter dem Titel „Selbstmord, Alter, Tod“ in Ulrich Horstmanns „Gesamtwerk“ (Band 1, 2017) abgedruckt. Frank Müller „Wo bleibt er denn, der Versarger?“ Interview mit Ulrich Horstmann Frank Mueller Wo bleibt er denn, der Versarger   Anmerkung der Redaktion: Die „Entlassungspapiere“ waren […]

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Schreibweise. Warum Schriftsteller mehr von der Literatur verstehen als ihre akademischen Bevormunder. (2014)

Literatur- und kulturwissenschaftliche Theorien vermehren sich bei gelehrter Stallfütterung (Lichtenberg) wie die Karnickel. Noch mehr große Würfe aber wollen wir uns nicht an den Hals laden. Was vonnöten wäre, ist vielmehr ein Proliferationsstopp. Die vorliegende Polemik greift dazu auf eine in Verruf geratene Praxis zurück: das Zuhören. Die Schreibweisen, denen wir unser Ohr leihen, sind […]

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Frank Müller (Hg.): Jenseits der Apokalypse. Hinweise zu Ulrich Horstmann. (2014)

Ulrich Horstmann, Jahrgang 1949, ist Literaturwissenschaftler, Philosoph und Schriftsteller. Als Polemiker und »Untier« bietet der Kleist-Preisträger des Jahres 1988 der Rezeption und Kritik bewusst große Angriffsflächen – auf jeden Fall aber mannigfache Ansatzpunkte für eine produktive Rezeption. Der vorliegende Band eröffnet hier neue Perspektiven, indem er neben der Philosophiekritik philosophisch-literarische Lesarten zum Zuge kommen lässt. […]

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Im Reich der Freiheit. Wechselspiele. (2014)

Dies ist das Ländchen Wohlgemut da herrscht ein frohes Treiben Dem Staatsmann quillt sein Konvolut vor lauter Dankesschreiben Schon Kindern ist so wunderbar daß sie mit Tränen kämpfen und Greise schlucken Pharmaka die Lebenslust zu dämpfen So geht das große Ringelreihn tief in die lauen Nächte wir alle wollen Brüder sein und keiner hält mehr […]

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Schreibweise. Warum Schriftsteller mehr von der Literatur verstehen als ihre akademischen Bevormunder. (2014)

1. Rückmeldung Den akademischen Umgangsformen mit Literatur wird niemand den Status einer experimentellen Wissenschaft zuweisen, und doch gibt es zwei schlichte Gedankenexperimente, die in wünschenswerter Weise zur Klärung von Verhältnissen beitragen, die jeder Familienrichter, ohne mit der Wimper zu zucken, als zerrüttet bezeichnen würde. Man stelle sich also vor, durch einen ebenso flächendeckenden wie unumkehrbaren […]

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Über die Kleine Unsterblichkeit und wie man dahin kommt (2014)

Abschiedsvorlesung an der Universität Gießen Für Helene Vor einem Vierteljahrhundert ist das akademische Gießen spröde mit mir umgegangen. Zwar hat das Stadttheater schon 1982 mein erstes Theaterstück Würm. Ein Spektakel aus der Nachgeschichte bereitwillig uraufgeführt und damit eine Dramatikerkarriere auf den Weg gebracht, die nach weiteren Zuckungen in Braunschweig und Kaiserslautern endete, kaum daß sie […]

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Abschiedsvorlesung an der Universität Gießen (2014)

Man muß biographische Desinformation betreiben, was das Zeug hält; auf Klappentexten, Websites, Wikipedia und wo sich sonst noch Outlets ergeben, hausieren gehen mit getürkten Lebensdaten wie: Ulrich Horstmann (1949 – 2004/2010/2014 usw.). Je mehr Sterbejahre man einspeist und je öfter diese Fehlinformationen auffliegen, desto besser. Denn wenn eines Tages die echte Todesanzeige erscheint, werden sich […]

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