Schwedentrunk. Gedichte. (1989)

„Schwedentrunk“ ist eine Bezeichnung für eine Foltermethode: Im Dreißigjährigen Krieg flößte man den Opfern Gülle ein, um sie zum Reden zu bringen. Horstmanns Gedichte sprechen von einer Zivilisation, die an ihrem eigenen Unrat erstickt. Sie verwenden spielerisch und überzeugend die klassischen Lyrikformen und sind doch listige und aggressive Zeitkritik. Und sie benutzen dabei eine ganz […]

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Die Theaterstücke (1981-1987)

Terrarium oder Einführung in die Menschenhaltung. München: Stückgut, 1981. Würm. Ein Spektakel aus der Nachgeschichte. München: Stückgut, 1981. Der Spender. Eine Komödie für Empfängnisbereite. München: Stückgut, 1984. Silo. Ein Lehrstück für Brutpflege. Göttingen: Deutsche Dramaturgie, 1984. Ufo oder der dritte Strand. Eine leicht versandete Komödie. München: Stückgut, 1987. Alle abgedruckt in: Beschwörung Schattenreich. Gesammelte Theaterstücke und […]

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Nachgedichte. Miniaturen aus der Menschenleere. (1985, 1980)

„Diese Miniaturen beschreiben eine Welt, in der der Mensch zum Fossil, zum Objekt unter Objekten geworden ist. Die äußerste denkbare Katastrophe ist vorüber – und mit ihr die Kontinuität menschlichen Leidens. Gegenüber einer ‚Nachgeschichte‘, die ihr Subjekt verloren hat, verstummt die Anthropozentrik eines menschentümelnden Humanismus. Nicht so eine ANTHROPOFUGALE Kunst.“ Nachgedichte. Miniaturen aus der Menschenleere. […]

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Hirnschlag. Aphorismen – Abtestate – Berserkasmen. (1985)

„Erst jenseits der Entrüstung über das Unvermeidliche, nach dem inneren Toben über die Kriegshetzer, Massenmörder und politischen Zuhälter des kollektiven Untergangs, hinter dem wahnwitzigen Durchleben aller jener Tode, die wir füreinander anrichten, beginnt das kognitive Irresein, die Psychose wirklichen Erkennens, das schluchzende Auftauchen aus der blutigen Normalität, das anthropofugale Frohlocken über die morgige menschenleere Welt.“ […]

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Steintals Vandalenpark. Erzählung. (1981)

Steintal, Spezialist für zivilen Bevölkerungsschutz, wird auf dem Weg zum Büro einziger Zeuge eines tragischen Unfalls, unterläßt jegliche Hilfeleistung und verläßt den Unfallort so wie er sich ihm näherte, ausgebrannt und mit barbarischer Gelassenheit. Der verkommene Park hinter seinem Haus – die Nachbarschaft nennt ihn spitzfindig „Steintals Vandalenpark“ – symbolisiert vortrefflich das Innenleben des Spezialisten, […]

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Wortkadavericon oder Kleine thermonukleare Versschule für jedermann. (1977)

Im Jahre 217 nach der von den Überlebenden „GROSSE VEREINFACHUNG“ genannten nuklearen Katastrophe publiziert der Hofdichter Alraych einen alten Text mit dem Titel DIES CANIS oder HIRNHUNDSTAGE. Dieser Text soll nach seinen Ausführungen aus den 70er Jahren unseres Jahrhunderts stammen, ist uns allerdings nur in eben der Alraych-Ausgabe selbst „überliefert“. Wie dieser „Tradierung“ aus der […]

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Aqua Regia. Zeitschrift für Literatur und andere Kulturschätze. (ab 1976)

„Darum: das unvermeidliche Heulen und Husten über diesem ätzenden Produkt aus dem Literatur-Labor sollte jeder riskieren, für den „Kritik“ noch kein Schimpfwort ist.“ („Die Zeit“ über „Aqua Regia“)   Heft 4 Mit Beiträgen von Lutz Rathenow, Lucebert, Detlev Weiler, Timm Ulrichs, Helmut Klingler, Jutta Graus, Jens Wiesmann, Klaus Steintal, Hans-Hermann Kersten, Winfried Hönes, Willy Buchholz, […]

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Klaus Steintal (Pseud.): „Er starb aus freiem Entschluß.“ Ein Schriftwechsel mit Nekropolis. (1976)

Die Texte Klaus Steintals (1949-1968) handeln vom Tod. Sie dokumentieren den eigenen Erfahrungsprozeß existenziellen Verschwindens und sind damit von bloßen belletristischen Gedankenspielen weit entfernt. Klaus Steintal wußte, worüber er schrieb. Er starb, kaum daß er sein Manuskript zu einem provisorischen Abschluß gebracht hatte, nach einem von ihm verursachten schweren Verkehrsunfall in den Trümmern seines Wagens. […]

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